7 Tipps für Tiersitter bei dem 1. Treffen mit dem Tierhalter

von Jul 29, 2019Tiersitter0 Kommentare

Das Treffen vor der eigentlichen Betreuung ist ein wichtiger Faktor für Tierbesitzer, das Tier selbst und für dich als Tiersitter. Es ist für dich eine tolle Möglichkeit, das Tier und den Besitzer besser kennenzulernen. Zudem ist es auch für den Tierhalter enorm wichtig, da er auf Basis dieses Treffens entscheidet, ob er dir sein Tier anvertraut oder nicht. Deshalb haben wir dir hier die wichtigsten Punkte, worauf es für Tiersitter beim ersten Treffen ankommt, zusammengestellt. 

1. Verschiedene Zeiten vorschlagen

Viele Tierbesitzer sind durch ihre Arbeit oder Familie beschäftigte Menschen und nehmen nicht umsonst eine Tierbetreuung in Anspruch. Dementsprechend solltest du auch immer 2 bis 3 verschiedene Termine anbieten. Ideal ist ein Terminvorschlag zwischen Montag und Freitag nach der Arbeit, ein Termin am Wochenende oder auch ein Termin an einem Feiertag bzw. Urlaubstag. 

2. Bringe eine kleine Aufmerksamkeit für das Tier mit

Natürlich ist es auch schön, wenn du dem Tier etwas anbieten kannst. Vielleicht hast du ja noch ein paar Leckerlis einstecken, die du dem Tier geben kannst. Damit brichst du das Eis, das Tier verbindet dich mit etwas Positivem und ist direkt aufgeschlossener. 

Zugleich zeigst du dem Tierbesitzer, dass du tierlieb bist und an der Tier denkst. Bevor du dem Hund oder der Katze das Leckerli gibst, solltest du den Tierhalter fragen, ob es für ihn ok ist.

3. Wahl des Treffpunkts

Treffen außerhalb

Als Treffpunkt eignen sich neutrale bzw. öffentliche Orte. Besonders gute Treffpunkte sind dabei Cafés und Parks bzw. Grünanlagen, in denen Hunde erlaubt sind. Die entspannte Atmosphäre sorgt für ein spannungsfreies und gemütliches Kennenlernen. Parks bieten natürlich eine tolle Möglichkeit, Hunde und ihr Verhalten in natürlicher Umgebung zu beobachten, mit ihnen zu spielen und sich gegenseitig kennenzulernen. Die frische Luft, die Präsenz anderer Hunde und der damit verbundene Raum und gegebene Zeit sorgen für Unbeschwertheit beim Tier und helfen dabei, die Bande zwischen Sitter und Tier zu knüpfen. 

Treffen in den eigenen vier Wänden

Wenn der Besitzer mit seinem Tier vorbeikommt, sollte deine Wohnung aufgeräumt, sauber und tiersicher sein (mehr dazu hier). Für den Besitzer ist es eine erste Möglichkeit zu sehen, wo sein Tier in der Zeit untergebracht ist und wie es dort aussieht.

Du solltest nach herumliegenden Gegenständen oder Nahrungsmitteln Ausschau halten und diese wegräumen bzw. sicher verstauen. Jedes Tier verhält sich komplett verschieden und es ist am besten, wenn es keine Möglichkeiten gibt, größere Schäden anzurichten.

Wenn du selbst einen Hund hast und ein Hund zu Besuch kommt, ist es sinnvoll, die beiden Hunde auszuführen und eine Runde Gassi zu gehen. Ein Kennenlernen auf dem Bürgersteig oder im Park verläuft häufig stressfreier als im eigenen Revier. Für alle anderen Tiere wie Katzen oder Nager bietet sich ein kurzes Beschnüffeln an, um die Tiere miteinander bekannt zu machen. Beide Parteien sollten genau darüber Bescheid wissen, welche Tiere sich wann und wie das Revier teilen.

Wenn der Besitzer bei dir zuhause ist, solltest du ihn herumführen und ihm zeigen, wo sein Tier schläft, wo es spielt und gefüttert wird und wo es untergebracht wird, falls du mal nicht zuhause bist. Weiterhin ist es auch schön, wenn du dem Besitzer deine tägliche Routine zeigst und wie und wo du das Tier integrieren wirst. Gerne kannst du dem Tierbesitzer auch eine Tasse Kaffee oder Tee anbieten.

Treffen beim Tierbesitzer zuhause

Wenn du beim Besitzer eingeladen bist, lass dir zeigen, wo sich das Futter, Spielzeuge, Hygieneartikel und sonstiges Zubehör befinden.

Solltest du bei ihm übernachten, solltet ihr Dinge wie Zugang, Schlaf- und Kochmöglichkeiten, Badezimmer-Nutzung und alles Weitere Wichtige besprechen und klare Regeln und Verbindlichkeiten formulieren (mehr dazu hier). Außerdem sollten auch alle Besonderheiten rund um das Tier abgeklärt werden, damit es zu keinerlei Irritationen kommt. 

4.  Pünktlichkeit

Gehe als Tiersitter sicher, dass du pünktlich zu der vereinbarten Zeit da bist.  Wenn beide Seiten den Treffpunkt und die Uhrzeit ausgemacht haben, sei als Tiersitter einfach ein bisschen früher da, damit der Besitzer unter keinen Umständen warten muss. Wenn du zu spät auftauchst, ist das nicht nur unhöflich, sondern deutet auch auf Unzuverlässigkeit.

    Das zeigt dem Tierhalter, dass sein Hund oder seine Katze womöglich bei dir nicht gut aufgehoben ist. Zudem hat er direkt einen schlechten Eindruck von dir.

    5. Den Besitzer nicht vergessen

    Eigentlich ist das klar, aber oft stürzen sich tierbegeisterte Menschen direkt auf die Tiere und vergessen den Besitzer völlig. Das sollte dir als Tiersitter möglichst nicht passieren, da dies unprofessionell wirkt. Stelle dich dem Besitzer vor und versuche vom ersten Moment an Vertrauen und Wertschätzung aufzubauen. Einige wichtige Diskussionsthemen sind beispielsweise das Benehmen und Temperament des Tieres sowie Fragen rund um die Tierbetreuung. Dazu zählen Themen wie Ernährungsweisen, Lieblingsbeschäftigung, Gesundheit und spezielle Eigenarten des Tieres. Hier kannst du eine eigene Checkliste oder die von uns zur Hilfe nehmen, um mit dem Besitzer gemeinsam alle wichtigen Punkte durchzugehen, Input direkt aufzunehmen und keine Frage zu vergessen. 

    6. Mit dem Hund & dem Besitzer Gassi gehen

    Wenn es sich bei dem Tier um einen Hund handelt, kannst du die Zeit beim Treffen gut nutzen, um direkt eine kleine Runde spazieren zu gehen. So kannst du dich mit dem Hund vertraut machen und sehen, wie er sich mit fremden Menschen, Hunden und auch anderen Tieren versteht.

    Hunde sind grundverschieden und haben die unterschiedlichsten Temperamente und Eigenarten. Während des Gassi Gehens bekommst du einen guten Einblick, ob du in der Lage bist den Hund zu händeln. 

    7. Treffen beenden

    Erfolgreiches Treffen

    Wenn du der Meinung bist, dass du dich der Herausforderung gewachsen fühlst und du dich mit dem Besitzer und dem Tier gut verstehst, kannst du gemeinsam mit dem Besitzer die weiteren Schritte über Tibeo vornehmen und die Buchung finalisieren.

    Wenn es nicht passt

    Wenn du der Meinung bist, dass es von deiner Seite aus nicht passt, musst du das klar kommunizieren und ehrlich sein. Nichts ist schlimmer als eine unglückliche Besitzer-Sitter-Tier-Kombination. Bedanke dich für das Treffen und streichle das Tier nochmal zum Abschluss. Vielleicht kennst du ja jemanden anderen, der als Sitter in Frage kommt? Falls ja, kannst du ihn weiterempfehlen. Sollte jedoch schnell ein neuer Sitter vonnöten sein, kannst du dem Besitzer Bescheid geben, dass er sich telefonisch bei uns melden kann, wir werden ihn dann bei der Suche nach einem neuen Sitter unterstützen.