7 Basics für einen sauberen Tierhaushalt, die jeder kennen sollte

von Jul 16, 2020Gesundheit

Das Haus oder die Wohnung putzen zählt nicht zu den Lieblingstätigkeiten von Tierbesitzern. Dennoch haben diese umso mehr Arbeit, wenn es darum geht die Wohnung sauber zu machen. Haustiere machen nicht nur Dreck, sondern sie sorgen auch dafür, dass dieser schneller in der ganzen Wohnung verteilt wird.

Wir zeigen dir hier 7 einfache Basics, wie du den anfallenden Schmutz deiner Haustiere bestmöglich eindämmen kannst und geben dir Tipps, wie deine Haustiere weniger Dreck hinterlassen!

Saubere Wohnung trotz Hund und Katze?

Von Fellbüscheln auf dem Teppich über Essensreste in der Küche bis hin zu Dreck im Eingangsbereich – Hunde und Katzen tun so einiges, um Frauchen und Herrchen auf Trab zu halten. Damit die Wohnung durch den Hund oder die Katze gar nicht erst so stark verschmutzt wird, empfiehlt es sich darauf zu achten, dass eure Fellnase möglichst keinen Dreck macht bzw. diesen nicht in der Wohnung verteilt. In gewisser Weise ist das harte Erziehungsarbeit, aber es gibt auch kleine Tricks, die dir als Tiersitter oder Tierbesitzer dabei helfen können, zu einer sauberen Wohnung beizutragen. Wichtig ist zudem, dass du dein Zuhause tiersicher gestaltest.

1. Regelmäßig kämmen

Die häufigste Ursache für ein verschmutztes Zuhause ist das Verlieren von Fell. Besonders im Frühling und Herbst zur Zeit des Fellwechsels, aber auch tagtäglich verlieren unsere Vierbeiner zahlreiche Haare. Ältere Hunde, Hündinnen kurz vor ihrer Läufigkeit oder auch kastrierte Hunde haaren in der Regel etwas mehr. Auch die Hunderasse ist entscheidend für die Sauberkeit. Bei Hunden mit langem, dichtem und dunklem Fell fallen ausgefallene Haare natürlich stärker auf als bei kurzhaarigen und wenig bepelzten Hunden. Doch Katzen haben im Gegensatz zu Hunden ein wesentlich dichteres Fell. Während Hunde nur um die 5.000 Haare pro Quadratzentimeter haben, konnten bei den Stubentigern ganze 25.000 Haare auf derselben Fläche gezählt werden. 

Deswegen ist es für dich als Tierhalter oder Tiersitter in jedem Fall vorteilhaft, deinen Vierbeiner regelmäßig zu kämmen. Somit werden ausgefallene Haare direkt vom Haarkleid entfernt und aufgenommen, bevor sie in der Wohnung oder am Teppich landen.

Zudem lieben die meisten Hunde und Katzen das Striegeln und Kämmen, sodass man dies als festes tägliches Ritual einführen kann und so auch die Bindung zu seinem Liebling stärkt. Als Tiersitter ist dies auch eine hervorragende Tätigkeit, über die sich der Tierhalter sicher freuen wird.

2. Nach dem Gassi gehen Pfoten säubern 

Der meiste Dreck kommt sowohl bei Menschen als auch bei Tieren von draußen. Wir haben Schuhe an, machen diese sauber und ziehen sie aus. Doch unsere Hunde können das nicht und huschen oft nach dem Gassi gehen schnell durch die Türe oder Katzen spazieren nach dem Auslauf einfach durch die Terrassentür hinein. An regnerischen und matschigen Tagen solltest du definitiv ihre Pfoten kontrollieren und diese mit lauwarmen Wasser reinigen. 

Habe immer einen Lappen oder ein Tuch für den groben Schmutz im Eingangsbereich und gewöhne es deinen Hund oder deiner Katze von Anfang an an, dass er oder sie auf dich wartet, bis die Wohnung betreten werden darf. Bei dieser Gelegenheit kannst du den Vierbeiner auch direkt nach Zecken untersuchen und eventuelle Verletzungen behandeln, Kletten oder eingetretene Splitter entfernen. 

Bei spröden Pfoten kannst du gerne eine spezielle Pfotenpflege verwenden. Vorsicht bei Vaseline oder Melkfett: diese Cremes bestehen zu einem großen Teil aus Mineralöl, welches gesundheitsschädlich ist. Da Hunde oder Katzen gerne mal an ihren Pfoten schlecken, sollte es mit Vorsicht verwendet werden.

3. Feste Schlafplätze und No-Go-Areas

Ebenso kannst du den Dreck und das Fell deiner Haustiere oder Gasttiere enorm reduzieren, indem du deinem Hund oder deiner Katze feste Schlafplätze zuweist. Besorge deiner Katze einen Kratzbaum mit Schlafmöglichkeiten oder verteile in deiner Wohnung mindestens 2 Rückzugsmöglichkeiten für sie. Diese sollten bestenfalls etwas abgelegen sein, aber dennoch sollte dein Stubentiger alles im Blick haben und etwas erhöht liegen. 

Genauso sollte dein Hund natürlich auch überwiegend in seinem Hundebett oder seiner Hundedecke liegen und dort nachts schlafen. Im Gegensatz zu Katzen reicht für Hunde jedoch nur ein fester Schlafplatz. 

Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen können zudem auch bestimmte No-Go-Areas festgelegt werden, die von den Vierbeinern nicht betreten werden dürfen, um die Verteilung des Schmutzes zu verhindern. Diese Bereiche sind typischerweise Sofa oder Sessel, das Bett des Frauchens oder andere Möbelstücke, die nicht für die Fellnasen vorgesehen sind. Du wirst sehen, wenn du von Vornherein schon auf eine strikte Erziehung achtest, wirst du es später beim Putzen nicht bereuen. 

4. Fressnapf und Wasserspender sauber halten

Neben der Verteilung und dem Ausfall des Hunde- und Katzenfells ist die Futterstelle Dreck-Quelle Nummer 2. Besonders wenn du große oder quirlige Hunde hast, die sich auf das Futter stürzen, sabbern und nebenbei die Hälfte des Essens neben dem Napf verteilen, solltest du unbedingt auf Sauberkeit achten. Ehe du es bemerkst, werden sämtliche Essensreste in der Wohnung verteilt oder du trittst in eine kalte Pfütze. 

Platziere den Fressnapf also möglichst ein einer separaten Ecke, welche wenig besucht wird. Stellen, die sich mitten in deiner Wohnung befinden, wie neben der Couch oder in der Küche, sind weniger geeignet. Zum einen fällt es den Vierbeinern dort schwerer in Ruhe fressen und zum anderen werden Futterreste womöglich verteilt. 

Nach der Fütterung kannst du je nach Bedarf direkt einmal um den Napf wischen, sodass kleine Krümel gar nicht erst in den Rest der Wohnung gelangen. Es gibt auch spezielle Matten für den Futternapf, welche sowohl den Dreck auf der Matte halten als auch dazu beitragen, dass der Napf nicht verrutscht und so beim Fressen durch die ganze Wohnung geschoben wird. 

5. Katzenklo sauber halten

Saubere Katzenklos sind das A und O eines hygienischen und sauberen Tierhaushalts. Doch wie oft solltest du dein Katzenklo säubern und wann solltest du es komplett erneuern? Mache dein Katzenklo mindestens einmal täglich, aber besten zweimal am Tag sauber und entferne mit einer Schaufel den Kot und die festen Stücke. Kehre auch großzügig um die Wanne herum, um herausgetragenes Einstreu zu entfernen. Einmal pro Woche solltest du dein Katzenklo komplett sauber machen und das Katzenstreu entfernen. Danach reinige es mit warmen Wassen und einem sanften Spülmittel oder Natron. Je nach Zustand und Verschleiß, solltest du dein Katzenklo nach ein bis zwei Jahren komplett austauschen. 

Achte beim Füllen des Katzenklos darauf, dass du weder zu viel noch zu wenig einstreust. Nimmst du zu wenig Einstreu, kann es sein, dass dein Stubentiger sich an einem anderen Ort erleichtert. Übertreibst du es, so wird womöglich Dreck auf den Boden gelangen und sich in der Wohnung schnell verteilen. 

Kleiner Tipp: Möchtest du Gerüche reduzieren, dann streue auf den Boden unter das Einstreu zusätzlich Natron. Dies bindet die Gerüche und sorgt für ein angenehmes Klima.

6. Lass deinen Hund nicht zu lange alleine zu Hause

Hunde und auch Katzen sollten bekanntermaßen nicht zu lange alleine zu Hause gelassen werden. Zum einen sind Hunde Rudeltiere und sind es nicht gewohnt, alleine gelassen zu werden. Nur alte und kranke Tiere wurden zurückgelassen. Verlässt du also auch nur kurz das Haus, so kann es für deinen Hund schon eine ungewohnte Situation darstellen, wenn er es nicht kennt. Zum anderen sollten auch geübte Hunde nicht länger als 4 Stunden alleine sein, da sie Beschäftigung und Betreuung benötigen. 

Lässt zu deinen Hund oder deine Katze zu lange alleine, so können neben psychischen und körperlichen Schäden, wie Angststörungen und Verdauungsprobleme, auch Schäden in deiner Wohnung verursacht werden.

Zerrissene Kissen, angeknabberte Schuhe oder zerstörte Einrichtungsgegenstände sind oft das Ergebnis. Als Tierbesitzer solltest du es niemals soweit kommen lassen und stets einen geeigneten Tiersitter suchen, der dich um deine Fellnase kümmert, wenn du mal länger abwesend bist. 

7. Regelmäßig waschen und Fell schneiden

Neben dem täglichen Kämmen, ist bei langhaarigen Hunden und Hunden mit viel Unterwolle auch ein regelmäßiger Besuch beim Hundefrisör empfehlenswert. Dieser entfernt professionell die Unterwolle, dünnt das Fell aus und schneidet es gegebenenfalls zurecht. Damit werden einerseits Haare direkt entfernt, bevor sie überhaupt ausfallen und andererseits bietet eine gepflegte Kurzhaarfrisur Dreck, Schmutz und Zecken weniger Halt.

Auch ein komplettes Bad für den Hund ist hin und wieder nicht verkehrt. Damit werden ebenfalls viele Haare aufgenommen und Staub und kleine Schmutzpartikel herausgewaschen. 

Das waren unsere 7 Tipps für ein sauberes Zuhause trotz Haustieren. Wie du siehst reichen oft kleine Änderungen im Alltag aus, um den Dreck, den Hund und Katze machen, deutlich zu reduzieren und zu einem sauberen Tierhaushalt beizutragen.

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