Katzen Spiele – 4 einfache, aber geniale DIY Katzenspiele

von Feb 1, 2020Beschäftigung

Egal, ob Hauskatzen oder Freigänger – jede Mieze ist neugierig und aufmerksam und liebt es zu spielen. Ganze 3 Stunden und 40 Minuten spielen Katzen am Tag durchschnittlich.

Dafür gibt es von Intelligenzspielzeugen bis zu Fangspielen die unterschiedlichsten Spiele für Katzen. Doch wir möchten dir hier 4 Möglichkeiten zeigen, wie du deine Katze bespaßen kannst und zwar ganz ohne was dafür zu kaufen.

Warum soll ich mit Katzen spielen?

 

Katzen sind von Natur aus sehr aktiv und haben einen hohen Bewegungsdrang. Die kleinen Stubentiger sind nämlich Raubtiere und sind es gewohnt ihre Beute zu beobachten, zu verfolgen und zu fangen. Da das Fressen von reinen Hauskatzen aber bereits ohne Bemühung serviert wird und sonst nicht viel in dem Haus passiert, solltest du sie täglich beschäftigen und bespaßen.

1. Suchspiele mit Klopapierrollen

Klopapierrollen hat wirklich jeder zu Hause und sie werden meistens weggeschmissen. Jedoch eignen sie sich perfekt für Katzenspiele. Wenn du nur eine leere Rolle hast, kannst du sie perfekt als Versteck für Leckerlis verwenden. Je nachdem, wie trainiert und geduldig deine Katze ist, kannst du die Leckerlis für sie leichter oder schwerer zugänglich machen. 

Ist deine Katze noch völlig unerfahren damit, kannst du das Leckerli einfach so in die Klopapierrolle legen und warten, bis sie es findet. Später kannst du sie auch an den Enden eindrücken oder zerschneiden und einen Leckerliball daraus formen. Achte aber darauf, dass deine Samtpfote nicht überfordert ist und immer wieder Erfolgserlebnisse hat. Sonst kann sie schnell das Interesse und den Spaß daran verlieren. 

Hast du bereits mehrere Klopapierrollen gesammelt, kannst du ein etwas aufwendigeres Suchspiel basteln und sie aufrecht in eine Kiste stecken. Je nach Schwierigkeit kannst du die Höhe der einzelnen Rollen anpassen und variieren. Anschließend füllst du einige davon mit Katzenfutter und wartest, bis deine Katze sie gefunden hat. Mit Kartons und Kisten kannst du aber noch viel mehr machen…

2. Kisten & Kartons

Keiner weiß warum, aber es ist unbestritten: Katzen lieben Kisten und Kartons und könnten sich wahrscheinlich mit einem leeren Karton stundenlang beschäftigen. Aufregender wird es jedoch, wenn du ihn etwas aufpimpst und mit Löchern und Schlitzen versiehst.

Den Boden schneidest du auf, damit du von der anderen Seite mit deiner Hand den Gegenstand bewegen kannst. Jetzt kannst du mit einem Seil, einer Schnur, einer Feder oder einem Ast herrlich mit deiner Fellnase spielen! Du wirst sehen, wie aufmerksam sie die Bewegungen verfolgt und viel Spaß sie daran hat. 

Natürlich kannst du auch sämtliche Suchspiele in die Kiste verlegen und sie mit beliebigen Füllmaterial bestücken. Im Herbst eignet sich dazu trockenes Laub, Kastanien und Äste. Katzen lieben das Rascheln. Ansonsten kannst du leere Eierschachteln, zusammen geknülltes Zeitungspapier oder andere Gegenstände nehmen, die du gerade so findest. Achte aber darauf, dass das Füllmaterial deine Katze nicht gefährden kann und vorzugsweise aus natürlichen Materialien besteht.

3. Wasserspiele 

So sehr Katzen Kartons lieben, so sehr hassen sie bekanntlich Wasser. Umso interessanter ist das nächste Katzenspiel. Dazu nimmst du einfach eine niedrige Schüssel oder einen Topf und füllst ihn mit Wasser. Anschließend baust du ein kleines Boot, welches du mit Leckerlis füllst. Als Material für das Boot eignet sich zum Beispiel eine Holzscheibe, ein großes Baumblatt oder du faltest ein kleines Boot aus einem Papier. Fertig! Lass das Boot nun mit den Leckerlis auf der Wasseroberfläche treiben und warte, bis deine Katze sich die einzelnen Leckerlis schnappt.  

Ist deine Katze weniger wasserscheu, kannst du auch ohne Leckerlis spielen und ihr schwimmende Gegenstände in das Wasser legen. Verwenden kannst du dafür Schalen von Haselnuss oder Walnuss, Holz, Tischtennisbälle oder andere Materialien. Am besten benutzt du dafür aber eine etwas kleinere Schale und stellst sie auf einem wasserfesten Untergrund. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wird sich deine Samtpfote auch an das Wasser herantrauen und die Gegenstände herausfischen. 

4. Fangspiele

Kommen wir zu der Paradedisziplin und dem vermutlichen Lieblingsspiel der Katzen: das Fangspiel. So spannend die Fangspiele für Katzen sind, so einfach sind diese zu basteln. Nimm einfach einen Ast oder einen Stecken und befestige an der Spitze ein paar Stoffreste, Federn oder Bänder. Oft ist das schon spannend genug für die Stubentiger.

Ist deine Katze nicht ganz so einfach zu beeindrucken, kannst du auch mit akustischen Reizen arbeiten. Auf Grund ihres hervorragenden Hörsinns müssen diese Geräusche gar nicht laut sein – ganz im Gegenteil, leises Rascheln macht das Spielzeug für die Katzen noch interessanter. Aber auch kleine Glöckchen, Quietscher und Blinklichter sind eine willkommene Abwechslung. 

Alleine das Spielzeug ist aber lange keine Garantie für Spielspaß. Ausschlaggebend dafür ist auch deine Aktivität. Um deine Katze bestmöglich zu bespaßen, solltest du das richtige Maß aus Stillstand und Bewegung finden. Das unterscheidet sich von Katze zu Katze und von Spielzeug zu Spielzeug. Während manche Katzen sehr wenige Reize benötigen und sich fast von alleine mit dem Spielzeug beschäftigen, sind andere Miezen eher träge und brauchen mehr Impulse von dem Katzenbesitzer. Sicher findest du schnell die richtige Mischung!

Bastle einen Spielball für deine Katze

Ebenso Bälle eignen sich hervorragend für Fangspiele bei Katzen. Auch hier muss es sich keineswegs um einen gekauften Ball handeln. Bastle dir einfach einen selbst aus Karton und klebe die Pappschichten aneinander. Achte darauf, dass du stets ungiftigen Klebstoff verwendest!

Nimm einen alten Karton oder dicke Pappe – je dicker, desto weniger Arbeit. Jetzt schneidest du verschieden große Kreise aus. Wähle immer 2 mal den gleichen Radius, damit der Ball am Schluss auch schön symmetrisch ist und gut rollt.

Tipp

Ist deine Katze schwer zu begeistern, kannst du dem Ball einen leckeren Duft geben und ihn interessanter machen. Katzen lieben Baldrian oder Katzenminze.

 

So machst du das Spiel mit Katzen interessanter

Fokussiere dich beim Spielen mit Katzen auf den Sehsinn. Dank ihres Jagdtriebes haben Katzen ein exzellentes Sehvermögen. Ihr Sichtfeld reicht über 200 Grad und ist damit über 20 Grad weiter als bei uns. Sie können schnelle Bewegungen wesentlich besser als wir Menschen wahrnehmen und sehen sechsmal schärfer. Auch im Dunkeln können Katzen weitaus mehr sehen. 

Die Krallen der Samtpfote dienen nicht nur zum Klettern und Verteidigung im Kampf, sondern auch zum Fangen und Festhalten der Beute. Beim Spielen kannst du diesen natürlichen Jagdtrieb auch ganz einfach anregen und Beute nachahmen. 

Versuche beim Spielen den ganzen Körper mit einzubeziehen und zu aktivieren. Durch ihren beweglichen und geschmeidigen Körper sind Katzen in der Lage extrem schnell zu reagieren und innerhalb kürzester Zeit anzugreifen. Der Schwanz der Fellnasen unterstützt sie dabei ihr Gleichgewicht zu halten und ihren Körper zu stabilisieren.

Besonders hoch entwickelt ist der Hörsinn der Katzen. So hören sie zum Beispiel eine Maus bevor sie überhaupt vor ihnen steht! Vergiss dies auf keinen Fall beim Spielen. Sie reagieren extrem sensibel auf Geraschel, Gebimmel oder andere Geräusche.  Akustische Reize lassen sich prima einsetzten.

Zwar haben Hunde beim Geruchssinn eindeutig die Nase vorn, allerdings riechen Katzen immer noch 3 mal besser als Menschen. Daher kannst du auch super bei Spielen die Nase der Miezen fördern.

Es reicht also lange nicht, Katzen 2 mal am Tag zu füttern und kurz über den Kopf zu streicheln. Wenn du längere Zeit nicht zu Hause bist, solltest du einen liebevollen Katzensitter suchen, welcher sich auch ausgiebig mit deiner Mieze beschäftigt und sie auch körperlich und geistig fördert.

Auch interessant für dich