Fremde Katzen in 3 Schritten begrüßen & kennenlernen – Katzensitter-Tipps

von Feb 15, 2020Tiersitter

Gerade Katzensitter kommen häufig mit fremden Katzen in Kontakt und sollten wissen, wie sie die Samtpfoten richtig begrüßen und kennenlernen. Katzen sind sensible und individuelle Haustiere. Während manche Miezen neugierig sind und schnell fremde Menschen begrüßen, sind andere Katzen eher skeptisch und zurückhaltend.

Wir zeigen dir, wie du in 3 Schritten Katzen begrüßt und was du auf jeden Fall lassen solltest.

Warum du Katzen richtig begrüßen solltest

Beim Begrüßen der Samtpfoten solltest du ein paar Dinge beachten. Da sich Katzen neben ihrem Sehsinn auch sehr an ihrem Geruchssinn orientieren, brauchen sie oft eine Weile, um fremde Menschen kennenzulernen. 

Zudem sind Katzen grundsätzlich eher skeptische und vorsichtige Vierbeiner. Deshalb solltest du keinesfalls aktiv auf sie zugehen und sie schon gar erst auf den Arm nehmen. Die Stubentiger werden von hektischen Bewegungen abgeschreckt und können ängstlich werden oder aggressiv reagieren. Gerade Kindern ist dies häufig nicht bewusst.

3 Schritte, wie du das Vertrauen der Stubentiger gewinnst

Eigentlich ist die richtige Begrüßung bei Katzen gar nicht so schwierig. Aber du kannst trotzdem einiges falsch machen. Wichtig ist, dass du nichts überstürzt und nicht allzu viel Initiative von dir ausgeht. Doch wenn du das Wesen von Katzen kennst, sollte es für dich kein Problem sein und du gehst intuitiv mit dem nötigen Feingefühl heran. Behalte dies immer im Hinterkopf. 

1. Vorsichtig annähern & die Aufmerksamkeit der Katze gewinnen

Keinesfalls solltest du bedrohlich wirken. Nimm der Katze die Angst, indem du dich klein machst und in die Hocke gehst. Meide schnelle Bewegungen und direkten Blickkontakt. Zudem solltest du dich nicht frontal vor sie setzen, sondern sie eher aus dem Blickwinkel beobachten. 

Versuche die Mieze auf dich aufmerksam zu machen. Dabei kannst du vorsichtig mit der Zunge schnalzen, Küsschen geben oder leise mit ihr reden. Bei schüchternen Katzen kann dieser Schritt auch mal eine Weile dauern. 

Merkst du allerdings, dass die Katze keine Angst hat und sie dennoch nicht in deine Nähe kommt, hilft manchmal auch das Gegenteil: Desinteresse. Schenke ihr einfach keine Aufmerksamkeit und ignoriere sie. Du wirst sehen, dass du dadurch die Katze neugierig machst und sie früher oder später selbstständig den Kontakt zu dir sucht.

2. Der „Handschlag“ der Katze 

Hast du die Aufmerksamkeit der Katze gewonnen lässt du sie dich erstmal beschnuppern.  Wenn du das Gefühl hast, die Mieze ist interessiert, bietest du ihr deinen Handrücken an. Viele Katzen werden sich daraufhin mit ihrem Gesicht an deiner Hand reiben und deine Einladung, näher zu kommen annehmen. 

Hat die Fellnase dich berührt, ist das ein gutes Zeichen, welches man bei Menschen mit einem Handschlag vergleichen kann. Sie findet dich sympathisch und möchte ihre Pheromone an dir verteilen. Oft schnurren Katzen auch währenddessen. 

Wichtig: Ist die Katze etwas ängstlicher, lasse ihr genug Freiraum und habe so lange Geduld, bis sie wirklich auf dich zukommt. Für besonders hartnäckige Fälle kannst du versuchen sie mit ihrem Lieblingsleckerli zu locken oder Spielzeug für Katzen einzusetzen.

3. Streichle die Katze und lerne sie kennen

Das Eis ist nun gebrochen und du kannst sie gerne aktiv streicheln und knuddeln. Sei dennoch stets aufmerksam und überstürze nichts. Manche Katze mögen es nicht, auf den Arm genommen zu werden und gehen grundsätzlich eher auf Abstand. Frage den Tierhalter vorab, wie weit du mit seiner Katze gehen kannst und wie sie am liebsten beschäftigt werden möchte.

Wie lange diese 3 Schritte dauern ist komplett verschieden. Bei selbstbewussten Katzen mag dies ein Prozess von wenigen Minuten sein. Bei zurückhaltenden und skeptischen Stubentigern kann das Kennenlernen mehrere Tage dauern und du musst mehrere Schritte wiederholen.

5 Fehler bei der Begrüßung einer fremden Katze

  • Du gehst direkt auf sie zu
  • Du machst schnelle und hektische Bewegungen
  • Du nimmst sie auf den Arm 
  • Du starrst sie an und wirkst bedrohlich
  • Du gibst ihr nicht genügend Zeit dich kennenzulernen
Wenn du diese Tipps immer beachtest, bist du schon mal gut für deinen Job als Katzensitter vorbereitet und machst einen guten ersten Eindruck. Hast du Lust, Katzensitter zu werden? Dann registriere dich bei uns und betreue Miezen in deiner Nachbarschaft!

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