Katze bei Hitze – so einfach hilfst du deiner Katze

von Jul 23, 2019Hitze Tipps0 Kommentare

Katzen lieben es warm und kuschelig und fühlen sich selbst am warmen Sommertage wohl. Die Wohlfühltemperatur liegt bei gesunden Katzen oft bei über 30 Grad! Übersteigt die Temperatur allerdings einen gewissen Punkt, so kann das schnell zum Gegenteil umkippen. Ab 35 Grad ist selbst Katzen in ihrem Haarkleid zu warm. Deswegen geben wir dir hier einige Tipps, wie du deine Katze bei Hitze abkühlen kannst und ihr hilfst die Hitzewelle angenehmer zu machen.

Können Katzen schwitzen?

Ja, Katzen können über ihre Pfoten, Ohren und Zunge schwitzen. Trotzdem können Katzen lange nicht so problemlos ihre Körpertemperatur regulieren wie wir Menschen. Im Gegensatz zu Hunden ist das Schwitzen über die Zunge, also das sogenannte Hecheln, aber eher ungewöhnlich. Katzen hecheln nur, wenn ihnen sehr heiß ist.  Dabei entsteht wie beim Hund Verdunstungskälte im Rachenraum, die das Blut abkühlt.

Normalerweise schwitzen Katzen über die Füße. Die Schweißdrüsen an den Pfoten sind hauptverantwortlich für die Temperaturregulierung der Katze. Wenn du deine Katze genau beobachtest, kannst du an warmen Tagen sogar ihre Pfotenabdrücke auf dem Fußboden sehen.

Außerdem ist es möglich, dass Katzen auch über die Ohren schwitzen können. Warme Ohren heißen aber nicht immer automatisch, dass der Katze warm ist. Diese können auch andere Gründe wie Stress haben. Wenn Katzen warm ist, lecken diese sich gerne über das Fell um sich so durch die Verdunstung zusätzlich abzukühlen.

4 Tipps für deine Katze bei Hitze

#1 Wohnung & Balkon hitzesicher machen

Sorge für einen angenehmen und kühlen Platz für deine Katze in der Wohnung. Platziere den Schlafplatz zum Beispiel nicht direkt in der Sonne, sondern an einen schattigen Platz in der Wohnung oder im Keller. Katzen mögen gerne Grün um sich herum, weshalb sich Pflanzen sehr gut zum Schatten machen eignen. Auch Steinboden in der Wohnung strahlt angenehm kühl ab.

Vorsicht mit Ventilatoren oder Klimaanlagen. Diese können die Katze nicht nur schnell verletzen, sondern bergen auch die Gefahr einer Unterkühlung. Katzen sind anfälliger für Bindehautentzündungen und Erkältungen. Zudem kann das Geräusch der Klimaanlagen für empfindliche Katzen auf Dauer unangenehm werden.

Wenn deine Katze Zugang zum Balkon hat, achte auf eine ausreichende Sicherung. Katzen haben zwar einen guten Gleichgewichtssinn, können sich aber schnell überschätzen und am Balkongeländer abrutschen. Je nach Ort deiner Wohnung und Gesundheitszustand der Katze, empfehlen sich speziellen Netze zur Sicherung. Beachte dabei die Größe der Maschen. Auch gekippte Fenster können für Katzen gefährlich werden. Sie können darin stecken bleiben und sich einklemmen.

#2 Nase & Ohren eincremen

Auch Katzen können einen Sonnenbrand bekommen! Creme sie also an sonnigen Tagen regelmäßig an der Nase und den Ohren ein. Besonders hellere Katzen sind empfindlich gegenüber Sonneneinstrahlungen. Achte bei der Wahl der Sonnencreme, wie bei dem Hund auch, darauf, dass sie frei von Zusatzstoffen und Konservierungsmitteln ist. Diese kann die Katze nämlich leicht durch Abschlecken der Schnauze aufnehmen.

#3 Fell anfeuchten

Auch wenn Katzen nicht unbedingt Wasser mögen, hilfst du ihnen bei Hitze, wenn du sie behutsam mit einem nassen Tuch oder deiner Hand abwischst. Versuche es vorsichtig und führe deine Katze langsam an das unvertraute Element heran. Schnell wird sie merken, dass ihr das vor allem an den heißen Tagen gut tut. Das Anfeuchten des Fells hat gleich 2 positive Effekte: durch das externe Befeuchten muss sich deine Katze nicht selbst ablecken und spart Speichel und durch das Verdunsten des Wassers wird sie zudem abgekühlt.

#4 Essen & Trinken abstimmen

Als Faustregel gilt, dass Katzen pro Kilogramm Körpergewicht 50 ml Wasser zu sich nehmen sollten. Eine durchschnittliche Katze trinkt somit ca. 200 ml Wasser am Tag. An heißen Tagen ist es wichtig, sicher zu gehen, dass deine Katze immer genug Trinkmöglichkeiten hat und regelmäßig trinkt. Trinkfaulen Katzen kann man helfen, indem man das Futter anfeuchtet und mehr Nassfutter gibt.

Kleinere Portionen unterstützen zudem den Stoffwechsel und Kreislauf deiner Katze bei Hitze. Zudem gibt es einige kreative Möglichkeiten, die Katze bei Hitze zum Trinken zu animieren.

 

  • Lege Eiswürfel in den Napf: So machst du nicht nur das Wasser für deine Katze interessanter, sondern kühlst gleichzeitig die Wassertemperatur ab. 
  • Biete deiner Katze viele verschiedene Trinkmöglichkeiten: Ein normaler Wassertrog neben dem Futter ist viel zu langweilig. Sorge für Abwechslung und stelle andere Behälter, wie Brunnen in der Wohnung auf. Hat deine Katze Zugang zu einem Garten, wird sie es sicher auch lieben aus dem Gartenteich oder einem Bach zu trinken.
  • Gib dem Wasser Geschmack: Animiere deine Katze mit verschiedenen Geschmacksrichtungen zum Trinken. Probier es doch einmal mit Hühnerbrühe (ohne Salz!). Deine Katze wird es lieben. Vorsicht bei Milch: nur für jüngere Katzen ist Milch geeignet. Ältere Katzen vertragen selbst verdünnte Milch nur schlecht.

Hitzeschlag bei Katzen erkennen

Besonders alte Katzen haben mit der Hitze im Sommer zu kämpfen. Doch woran erkennst du, was noch im Normalbereich liegt und was bereits erste Symptome eines Hitzeschlags sein können?

Das ist oft gar nicht so eindeutig erkennbar. Häufig ist vermehrtes Hecheln in Kombination mit Unruhe ein Anzeichen dafür, dass es deiner Katze zu heiß ist und sie bereits kurz vor einem Hitzeschlag steht.

Schlägt das Verhalten in das Gegenteil um und die Katze wird träge, ruhig und apathisch solltest du sie im Auge behalten und die oben genannten Hitze-Tipps für Katzen anwenden. Legt sich die Katze auf den Bauch, zittert oder krampft sie, sollte sie definitiv zu einem Tierarzt gebracht werden. Auch Atemnot und Hyperventilation sind Symptome eines Hitzeschlags bei einer Katze.

Bis der Tierarzt sie versorgen kann, solltest du deine Haustierapotheke zur Hand nehmen und so gut es möglich ist Erste Hilfe leisten.

Bist du an heißen Sommertagen längere Zeit nicht zu Hause, solltest dir Gedanken machen, wer nach deiner Katze schaut. Gerade alte oder jüngere Katzen sollten nicht zu lange alleine in der Wohnung gelassen werden.