5 leichte Hundetricks für drinnen, die jeder Hund lernen kann

von Mai 9, 2020Beschäftigung

Du willst deinen Hund beschäftigen, ihn auch geistig auslasten und ihm gleichzeitig coole Tricks beibringen? Gerade in Zeiten von Corona ist es für deinen Vierbeiner wichtig, zuhause keine Langeweile aufkommen zu lassen und Kopfarbeit mit dem Hund zu machen.

Hunden Tricks beizubringen eignet sich hierfür perfekt, stärkt die Beziehung und das Vertrauen und macht sowohl Frauchen und Herrchen als auch ihrem Hund Spaß. Wir zeigen dir hier 5 leichte Hundetricks für drinnen, die jeder lernen kann!

5 leichte Basic-Hundetricks für Anfänger

Hundetrick: Sitz

Obwohl das Kommando Sitz eines der absoluten Basics der Hundetricks ist und wahrscheinlich bereits vielen Hunden bekannt ist, kannst du daran oft noch feilen und an einer zielgerichteteren Ausführung arbeiten. Falls der Hund das Kommando noch nicht kann, dann gibts hier die Anleitung. 

Wähle einen möglichst ruhigen Raum mit wenig Störquellen und stelle dich frontal vor deinen Hund mit ein paar Leckerlis. Nimm nun ein Leckerli und zeig es deinem Hund. Hat er es bemerkt, so tu deine Hand nach oben und nach hinten. Somit sollte der Hund sein Hinterteil zum Boden bewegen und sich automatisch in die gewünschte Position begeben.

Hat er verstanden, was du von ihm möchtest, dann verknüpfe den Hundetrick mit dem Wort Sitz und einem dazugehörigen Zeichen, wie zum Beispiel ein ausgestreckter Zeigefinger. Wiederhole das Kommando einige Male, bis es gefestigt ist. Wichtig ist, dass du dir ein Auflösewort, wie zum Beispiel OK überlegst.

Hundetrick: Platz

Nach Sitz kommt natürlich Platz. Auch dieses Kommando dürft vielen Hunden nicht fremd sein. Trotzdem gibt es hier nochmal eine Erklärung, wie du deinem Hund Platz beibringen kannst. Genauso wie bei Sitz nimmst du wieder ein paar Leckerlis und gehst aber diesmal in die Hocke. Generell gibt es mehrere Varianten, Hunden Platz zu lernen. Bei der einen Möglichkeit zeigst deinem Hund die Bewegung aus dem Sitzen heraus, indem du das Leckerli langsam zum Boden führst. Warte so lange, bis es für deinen Vierbeiner zu unbequem wird und es sich hinlegt. Erst dann bekommt er das Leckerli und die Position wird sofort mit dem Wort Platz verknüpft. 

Alternativ dazu kannst du deinen Hund auch vom Stand aus Platz beibringen. Analog zur ersten Variante nimmst du das Leckerli und bewegst es nach vorne Richtung Boden oder du führst es schräg nach hinten Richtung Boden, sodass der Hund sich hinlegen muss.

Hundetrick: Pfote geben

Pfote geben ist ein beliebter Hundetrick, den fast jeder Hund schnell lernt. Grundlage dafür ist das sichere Ausführen des Kommandos Sitz, denn dies bildet die Ausgangsposition zum Pfote Geben. 

Sitzt der Hund also, bewaffnest du dich wieder mit einer Hand voll Leckerlis, wovon du eines deinem Hund vor die Nase hältst, aber natürlich nicht direkt gibst. Vielmehr machst du ihn neugierig, indem du deine Hand ein wenig öffnest oder bewegst. Irgendwann wird dein Hund die Pfote heben. In diesem Moment lobst du ihn, gibt ihm das Leckerli und verknüpfst es mit dem Wort Pfote. Wiederhole dies so lange, bis er direkt beim Signal die Pfote gibt.

Hundetrick: Männchen

Männchen ist ein beliebter Hundetrick, bei dem der Hund sitzt und seine Vorderfüße in die Höhe streckt. Dieser Hundetrick ist im Gegensatz zu Sitz, Platz und Pfote etwas anspruchsvoller, da der Hund das Gleichgewicht halten muss, was nicht immer so einfach funktioniert. Zudem ist das Kunststück nicht für alle Hunde geeignet, da die Gelenke der Hinterläufe stärker beansprucht werden. Bei massigen, sehr großen oder körperlich eingeschränkten Hunden sollte besondere Vorsicht geboten werden. 

Auch hier befindet sich der Hund wieder in der Ausgangsposition Sitz und du bist je nach Größe des Hundes auch in der Hocht oder stehst. Diesmal nimmst du das Leckerli in die Hand und bewegst sie nach oben über den Kopf des Hundes. Rasch wird der Hund anfangen, zu versuchen das Leckerli zu erreichen, indem er seine Vorderbeine hebt.

Belohne ihn für jeden kleinen Versuch, aber achte darauf, dass seine Hinterbeine fest am Boden in der Sitzposition bleiben und er mit seinem Po den Boden berührt. Springt er, wie auf dem Bild, nach oben oder steht er mit den Hinterbeinen auf, so mache ihm mit einem klaren Nein deutlich, dass dies nicht erwünscht ist.

Anfangs ist es völlig ok, dass sich dein Vierbeiner versucht mit seinen Vorderbeinen an deinem Arm festzuhalten. Hat dein Hund mehr Probleme die Position des Männchens einzunehmen, dann kannst du auch erst das Kommando Pfote abrufen und anschließend seine 2. Pfote nehmen und ihn nach oben heben. Dadurch bekommt er ein besseren Gefühl für diese ungewohnte Position und lernt diese zu balancieren.

Hundetrick: Rollen

Rollen gehört nicht zu den Lieblingstricks aller Hunde. Ziel bei diesem Hundetricks ist es, dass sich der Hund hinlegt und einmal um die eigene Achse dreht. Dazu macht der Hund Platz oder befindet sich bereits auf der Seite liegend. Jetzt zeigst du ihm das Leckerli und führst es über seine Schulter herum. Bis er es versteht und sich auf den Rücken dreht kann es durchaus ein wenig dauern. Bleib einfach geduldig und warte, bis es sich überwindet und auf die andere Seite rollt. Sollte er es nicht verstehen, kannst du ein wenig nachhelfen und seine Beine vorsichtig in die Richtung bewegen. 

Bringe deinem Hund diesen Trick nur bei, wenn du das Gefühl hast, dass er sich auch wohl dabei fühlt und es ihm Spaß macht. Nur so ist es zielführend und eure Bindung zueinander wird gestärkt. Vorsicht: Wenn du diesen Hundetrick übst, sollte der Hund mindestens eine Stunde vorher nichts gefressen haben, da die Gefahr einer Magendrehung besteht.

Darum sind Hundetricks für drinnen empfehlenswert

In den eigenen vier Wänden kannst du einfach am besten trainieren. Du und dein Hund seid ungestört und könnt konzentriert an einem Hundetrick arbeiten. Es gibt deutlich weniger Ablenkungsmöglichkeiten für den Hund als draußen. Vor allem aufgedrehte, junge und quirlige Hunde sind draußen oft unruhig und können drinnen besser arbeiten.

Zudem bist du unabhängig vom Wetter und von der Uhrzeit. Du kannst auch Abends, wenn es dunkel ist noch an einen Trick weiter üben oder Mittags, wenn es draußen heiß ist oder regnet.

Hundetricks in den Alltag integrieren – so funktioniert’s!

Hundetricks können gut in den Alltag eingebaut werden und bringen eine willkommene Abwechslung für Hund und Besitzer. Doch für das erfolgreiche Beibringen von Hundetricks gibt es ein paar Dinge zu beachten. 

Wie jeder Hund seinen eigenen Charakter hat, hat er auch individuelle Vorlieben für bestimmte Tricks und Übungen. Während sich manche Hunde lieber auf den Rücken legen, rollen und Tricks auf dem Boden bevorzugen, fühlen sich andere Hunde vielleicht in der Luft oder in Bewegung wohler und präferieren Männchen oder Slalom durch die Beine. Achte also auf die Vorlieben deines Hundes, sodass beide Parteien Spaß daran finden

Obwohl Hunde sehr schnell lernen, sind kleine Schritte der beste Weg zum Erfolg. Erwarte von deinem Vierbeiner zu Beginn nicht zu viel – vor allem wenn es sich um fortgeschrittene Hundetricks handelt. Setze dir kleine Ziele und sei geduldig und konsequent. So bleibt auch dein Hund motiviert und beide haben Freude am Training. Beenden solltest du das Training aber stets nach einem Erfolgserlebnis und nicht wenn du oder dein Hund keine Lust mehr haben.

Hat dein Hund einen Trick nach deinen Vorstellungen ausgeführt, so lass ihn spüren, dass es gut war und belohne ihn mit einem Leckerli oder Streicheln. Pass jedoch auf, dass dein Hund dem Leckerli nicht hinter rennt sondern immer mit dem Kopf dabei bleibt. Nimm dir Zeit und achte, dass dein Hund genau weiß warum es geht und versteht was du von ihm willst.

Die Chance für Hundesitter

Einfache Tricks sind bei normal trainierten Hunden oft innerhalb weniger Stunden oder eines Tages eingeübt. Wie wäre es für dich als Hundesitter den Hundehalter mit einem neu erlernten Trick zu überraschen? Hundetricks stärken nämlich nicht nur die Bindung und das Vertrauen zueinander, sondern machen auf einiges her. Hast du bei der nächsten Hundebetreuung also mal eine freie Minute, so kannst du diese Zeit perfekt verwenden, um das Repertoire der Hundetricks und Kunststücke etwas zu erweitern.

Hundetricks ohne Leckerli

Wenn du jetzt mit diese Hundetricks einüben möchtest fällt dir sicher auf, dass jede Menge Leckerlis draufgehen. Je nach Ausmaß des Leckerliverbrauchs solltest du diese natürlich von der Menge des Hundefutters abziehen. Jedoch kannst du, auch wenn du viele Hundetricks üben möchtest, den Leckerliverbrauch einsparen. 

Zum einen kannst du die Leckerlis nochmal teilen oder selbst von einer Wurst oder einer Käsescheibe sehr kleine Stücke zurecht schneiden. Zum anderen muss der Hund auch nicht immer nach jeden Hundetrick das Leckerli bekommen. Anfangs kannst du ihn vielleicht nur mit dem Leckerli locken und es nur jedes zweite Mal geben. Wenn der Trick später sicher eingeübt ist, reichen oft auch nur lobende Worte oder eine Streicheleinheit

Möchtest du komplett auf Futter während des Trainings verzichten, dann gibt es auch die Möglichkeit des Clickers. Beim Clickertraining mit dem Hund verknüpfst du das Klicken zu Beginn mit einem Leckerli. Schnell verbindet dein Vierbeiner diese Geräusch mit etwas Positivem und es reicht später das reine Klicken aus.  

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