10 Tipps für mehr Coolness mit deinem Hund in der Hitzewelle

von Jun 24, 2019Hitze Tipps

Wir befinden uns mitten im Sommer bei 30 Grad und Sonnenschein. Wochenlange Hitzeperioden sind mittlerweile in unseren Breitengraden lange keine Seltenheit mehr. Selbst für uns als Hundebesitzer ist das nicht mehr angenehm. Aber wir können unsere Körpertemperatur noch wesentlich besser regulieren und uns klimatischen Extremen anpassen, als Hunde. Für Hunde stellt das allerdings weitaus mehr Herausforderungen dar. Wie schütze ich meinen Hund vor Hitze? Wir verraten dir 10 coole Tricks, wie du mit deinem Liebling entspannt durch den Sommer kommst.

 

Temperaturregulierung der Hunde

Ein paar grundlegende Fakten zur Regulierung der Körpertemperatur bei Hunden zuerst. Wir alle wissen, dass Hunde durch Hecheln ihren Körper abkühlen. Dadurch erhöht sich die Atemfrequenz von etwa 30 auf ganze 300 bis 400 Atemzüge pro Minute. Aber keine Angst – die sogenannte „Totraumventilation“ verhindert eine Hyperventilation der Hunde. Zudem atmet der Hund durch das Hecheln flacher und es gelangt wesentlich weniger Luft in die Lunge. Unter dem Totraum wird der Bereich zwischen der Maulschleimhaut, Luftröhre und den Bronchien bezeichnet, in dem die Luft zirkuliert. Der Speichel verdunstet und es entsteht Verdunstungskälte, welche die Temperatur der Schleimhäute und des angrenzenden Gewebes des Hundes senkt.

Aber was viele nicht wissen – Hunde besitzen auch Schweißdrüsen. Diese befinden sich in den Zehenzwischenräumen und sondern Schweiß ab. Dieser ist in etwa vergleichbar mit dem Achselschweiß des Menschen. Für die Abkühlung des Körpers spielen die Pfoten allerdings eine untergeordnete Rolle.

#1 Kleine Futterportionen

Bei diesen hohen Temperaturen läuft der Körper auf Hochtouren und ist durchgehend mit der Klimatisierung beschäftigt. Der Organismus steckt seine komplette Energie in die Abkühlung. Wie wir Hundebesitzer haben auch Hunde weniger Appetit und können nicht so viel auf einmal essen. Jede größere Futterportion heißt für den Hund eine zusätzliche Belastung. Füttere deinen Hund also nicht nur 2 mal am Tag, sondern gib ihm seine Tagesration in vielen kleinen Portionen über den Tag verteilt. So verhinderst du eine übermäßige Darmaktivität, welche den Hund noch mehr niederschlägt. Was dürfen Hunde nicht essen?

#2 Gehe früh und abends Gassi

Wir Menschen sind an heißen Tagen faul und träge und meiden überflüssige Bewegung. Auch mit deinem Hund solltest du daher nicht in der prallen Mittagssonne Gassi gehen. Lege deine Gassi-Runden daher in die Morgenstunden und auf den Feierabend. Du kannst an extrem heißen Sommertagen auch von der Regel, mindestens 3 mal täglich Gassi zu gehen abweichen. Natürlich unterscheidet sich das auch von Hunderasse zu Hunderasse und ist vom dem Alter und der Gesundheit des Tieres abhängig. Gehe einfach deinem Gefühl nach und schaue, wie es dein Hund am liebsten möchte!

Vermeide nach Möglichkeit auch lange Strecken auf Pflasterwegen und Asphaltstraßen, da sich diese sehr schnell aufheizen. Wenn du kannst, gehe besser eine Runde im Park oder im Wald.

#3 Freien Zugang zu Wasser

Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad und Fütterung von Trockenfutter benötigen Hunde zwischen 40 ml und 100 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. An extrem heißen Tagen benötigt ein mittelgroßer Hund also schnell mal über 1 Liter Wasser am Tag. Achte daher stets darauf, dass dein Hund Zugang zu frischem Wasser hat und regelmäßig trinkt.

#4 Nasenspitze & Ohren eincremen

Eincremen ist bei uns Tierbesitzern selbstverständlich, aber bei Hunden wird das oft vergessen. Vor allem Hunde mit helleren Nasen sind gefährdet einen Sonnenbrand zu bekommen. Helle Haut ist gegenüber Sonneneinstrahlung sehr empfindlich und zudem an der Nase nicht durch Fell geschützt. Aber auch dunklere Fell/Hauttypen sollten bei längeren Aufenthalten an der frischen Luft eingecremt werden. Je nach Hunderasse ist auch das Eincremen der Ohren und anderer, weniger bepelzter Stellen wie der Bauch empfehlenswert. Nimm dazu am besten eine unparfümierte Creme mit hohem Lichtschutzfaktor, die ohne Zusatzstoffe wie Para-Aminobenzoesäure (PABA), Silikon, Farb- oder Konservierungsmittel hergestellt ist. Das ist bei Hunden besonders wichtig, da es schnell passieren kann, dass sie die eingecremten Stellen ablecken und so die Sonnencreme aufnehmen können. 

#5 Fell kürzen

Auch wenn die meisten Hunderassen Sommerfell haben, sollten Hunde mit langem und dichten Fell in jedem Fall zusätzlich einen Sommerhaarschnitt bekommen. Sonst wird es bei der Hitze für sie schnell unangenehm. Achte darauf, das Fell nicht zu stark zu kürzen, denn es dient gleichzeitig auch als Sonnenschutz.

#6 Nasses T-Shirt

Sieht witzig aus, ist aber sehr wirkungsvoll! Nimm einfach ein T-Shirt, mach es nass und ziehe es deinem Hund an. Vor allem bei längeren Spaziergängen kann es wunder wirken und dein Hund wird es dir danken. Beachte bei der Farbwahl des T-Shirts, dass es bestmöglich weiß oder hell ist.

#7 Duschen & Baden

Wasserschlauch, Planschbecken oder am besten gleich ab in den Badesee. Sowohl Hundebesitzern als auch Hunden bereiten diese Aktivitäten Spaß und bringen Abwechslung in den Tag. Auch wenn manche Hunde mit dem Element Wasser womöglich noch nicht so vertraut sind –  führe sie einfach langsam heran. Du wirst sehen bald ist das die neue Lieblingsbeschäftigung deines Hundes.

#8 Hunde-Eis

Bananasplit, Schoko oder Stracciatella – die Eissorten für uns Hundebesitzer sind vielfältig und schmecken nicht nur sehr gut, sondern erfrischen auch. Natürlich sind Schokolade und Zucker für Hunde tabu, aber warum sollten sie sich nicht auch über eine Erfrischung freuen? Bereite deinem Hund eine willkommene Abwechslung während der heißen Tage und mach ganz schnell von zu Hause aus Hunde-Eis! Dazu vermengst du einfach 2 Esslöffel Hüttenkäse, 2 Esslöffel Leberwurst und einen Schuss Öl. Das füllst du je nach Rationsgröße in Muffinformen oder andere Behälter und stellst es für wenige Stunden in den Gefrierschrank. Guten Appetit!

#9 Vorsicht mit Ventilatoren & Klimaanlagen

Zwar machen Klimaanlagen und Ventilatoren die Temperatur wesentlich angenehmer und kühler für Mensch und Tier, allerdings verbergen sich dort weitere Gefahren. Zum einen wird durch die Zugluft das Immunsystem geschwächt und somit anfälliger für Erkältungen und andere Infekte. So kann sich der Hund verkühlen, eine Bindehautentzündung oder einen steifen Nacken bekommen. Zum anderen stellt das Gerät an sich auch eine Verletzungsgefahr für kleinere Hunde dar. Klimaanlagen und Co. sind kein No-Go, Tierbesitzer sollten aber stets im Hinterkopf haben, dass sie nicht alleine in der Wohnung sind.

#10 Nicht im Auto lassen

Auch wenn uns das der gesunde Menschenverstand sagt und es für jeden mehr als selbstverständlich sein sollte – Hunde werden nicht im Auto gelassen! Auch keine 5 Minuten.  Bei 28 Grad Außentemperatur herrschen in einem Auto nach 10 Minuten bereits 35 Grad. Wenn du einen Hund alleine im Auto siehst, zögere nicht und rufe sofort die Polizei. Autos erhitzen sich auch im Schatten extrem schnell, vor allem bei diesen Temperaturen. Bereits bei 20 Grad wird das Auto zu einer tödlichen Gefahr für jeden Vierbeiner.

Das waren unsere 10 Tipps für mehr Coolness mit deinem Hund während der Hitzewelle! Probiere es aus, welche deinem Liebling am meisten Spaß bereiten. Hast du keine Zeit dich voll und ganz deinem Vierbeiner zu widmen? Dann finde bei uns deinen perfekten Tiersitter in der Nähe.