Fitness mit dem Hund zu Hause & unterwegs – 5 coole Übungen

von Mai 29, 2020Alltag

Hundebesitzer sind bekanntermaßen fitter und gesünder, da sie sich mehr bewegen und regelmäßig an der frischen Luft zum Gassi gehen sind. Doch trotzdem können diese verschiedene weitere Fitness-Übungen mit ihrem Hund in den Alltag integrieren.

Wir zeigen dir, welche Übungen du mit deinem Hund gemeinsam trainieren kannst und ganz nebenbei deine Fitness steigerst!

So einfach steigerst du deine Fitness und bespaßt dabei deinen Hund 

Oft lassen sich Fitness-Übungen für Menschen gut mit leichten Hundetricks oder Lektionen kombinieren. So kannst du sowohl draußen als auch drinnen deinen Hund beschäftigen, ihn körperlich trainieren und geistig fordern und gleichzeitig deine Bindung und Beziehung zu ihm stärken. Wichtig ist, dass du sich für der Trainingseinheit ein bisschen aufwärmst und deine Sehnen, Bänder und Muskeln dehnst. 

Um dich etwas zu lockern und zu mobilisieren kannst du gerne auch mit deiner Fellnase eine kleine Runde Gassi gehen. Auch dein Hund ist so vielleicht etwas ausgeglichener und bereit für das Training. Zudem solltest du, genauso wie dein Vierbeiner, ca. 2 Stunden vorher nichts gegessen haben. 

Fitness -Übungen mit dem Hund zu Hause 

Ist das Wetter mal nicht so schön, so geht selbst der aktivste Hundebesitzer eine etwas kleinere Runde spazieren. Doch das muss nicht heißen, dass das Training drinnen aufhört. Mit diesen 3 Übungen bringst du willkommene Abwechslung in den Hundealltag und sorgst für mehr Fitness!

1. Liegestützen & Pfote geben

Fangen wir direkt mit dem Klassiker der Workouts an – den Liegestützen. Wirklich beliebt sind diese Übungen nicht, doch das wird sich jetzt ändern. Kombiniere die Liegestützen mit dem Kommando “High Five” oder “Pfote geben”. So integrierst du deinen Hund ins Training, lenkst dich von der Übung ab und motivierst dich gleichzeitig dich vom Boden abzustützen. Außerdem ist es für deinen Vierbeiner bestimmt auch eine neue und etwas andere Position zum Ausführen des Kommandos.

Bringe dich auf deiner Trainingsmatte oder dem Teppich in Stellung und positioniere deinen Vierbeiner frontal vor dir. Führe nun die Liegestütze aus und rufe, wenn deine Arme gestreckt sind, das Signal “Pfote” ab. Dazu musst du kurzzeitig einen Hand von dem Boden heben. Wiederhole die Liegestütze je nach deiner Fitness und die Konzentrationsfähigkeit deines Vierbeiners 5 – 20 mal am Stück.

Gerne kannst du anfänglich auch die sogenannte Frauenliegestütze machen, wie sie am Fotos zu sehen ist.

Tipps zur korrekten Ausführung der Liegestütze: Spanne deinen Po und deine Bauchmuskeln an, sodass der Rücken möglichst gerade ist und du dich nicht im Hohlkreuz befindest. Auch, wenn du immer wieder zu deinem Hund blicken musst, versuche deinen Kopf gerade zu halten und als Verlängerung der Wirbelsäule zu nutzen. Achte zudem darauf, dass seine Schultern stabil sind und deine Hände schulterbreit den Boden berühren.

2. Kniebeuge & Männchen

Kniebeugen gehören auch zu den Basics beim Trainieren. Gemeinsam mit dem Hund werden diese aber noch wesentlich interessanter und anspruchsvoller. Halte die Stellung und rufe gleichzeitig das Kommando “Männchen” ab. Je nachdem, wie groß dein Hund ist und wie weit du runter kommst, bleibt dein Hund entweder auf dem Po sitzen oder er muss sich auf seine Hinterläufe stellen, um deine Hände zu berühren.

Gib deinem Vierbeiner mit deinen Händen die Möglichkeit, sich zu halten und hilf ihm ggf. die Balance zu halten. Gerade bei kleineren Hunden, die sich auf die Hinterläufe stellen müssen, erfordert diese Übung äußerste Konzentration und ein gutes Körpergefühl deines Hundes. Halte diese Position 30 Sekunden bis eine Minute.

Tipps zur korrekten Ausführung der Kniebeuge: Stelle dich schulterbreit auf den Boden und nimm deine Schultern nach hinten. Gehen nun so weit in die Knie, bis deine Oberschenkel parallel zum Boden sind und halte diese Position. Achte auf einen geraden Rücken und gehe leicht ins Hohlkreuz. Die Knie zeigen leicht nach außen, deine Arme sind nach vorne gestreckt und du blickst frontal zu deinem Hund.

3. Sit-ups & Bleib

Ebenso Sit-ups dürften jeden Hundebesitzer bekannt sein. Diese Übung kannst du mit verschiedenen Lektionen bei deinem Vierbeiner trainieren. Bist du noch am Anfang des Hundetrainings, so kannst du den Hund einfach mit dem Signal “Bleib” zusehen lassen. Gerade für Hunde, die immer die volle Aufmerksamkeit brauchen, ist dies eine tolle Übung, das sie sehen, dass Frauchen oder Herrchen nicht immer auf sie fokussiert ist.

Übst du regelmäßig mit deinem Hund und er ist fit, so kannst du die Übung etwas erschweren, indem du seine Frustrationstoleranz trainierst. Lege dazu sein absolutes Lieblingsleckerli von ihn auf den Boden oder sogar auf die Schnauze und gib ihm das bekannte Signal. Erst, wenn du mit deinen Sit-ups fertig bist, darf er es fressen. Fang klein an und erhöhe die Anzahl deiner Sit-ups nach und nach.

Ist dein Hund eher aktiv und du willst das Spiel umdrehen, dann mach ein kleines Schnüffelspiel daraus und lass ihn in der Zwischenzeit ein Leckerli in der Wohnung suchen, welches du versteckt hast. Du musst dann so lange die Sit-ups ausführen, bis dein Vierbeiner das Leckerchen gefunden hat. 

Tipps zur korrekten Ausführung des Sit-ups: Lege dich auf deine Matte oder den Teppich und stelle deine Füße auf den Boden. Bewege dich nun langsam nach oben, bis du mit den Armen deine Füße berührst und gehen anschließend wieder Richtung Boden. Wichtig ist, dass deine Lendenwirbelsäule den Boden berührt, dein Bauch angespannt ist und du nicht ins Hohlkreuz gehst.

Workouts beim Gassi gehen

Auch die täglichen Gassi-Gänge lassen sich mit ein paar Übungen aufpeppen. Das Gute daran ist, dass du keinerlei Hilfsmittel brauchst und du sie jederzeit und überall ausführen kannst, wo dein Hund ohne Leine laufen darf. 

4. Hampelmann & Stecken bringen

Auch, wenn es vielleicht etwas albern aussieht – der Hampelmann oder auch Jumping Jack genannt ist eine der effektivsten Übungen für mehr Fitness. Positiv am Hampelmann ist, dass du ihn im Stand durchführen kannst und somit nahezu wetterunabhängig bist und auch keine Matte mitnehmen musst oder sonstige Hilfsmittel brauchst. Du kannst ihn beim Gassi gehen in fast alle Pausen einfügen und sie so effektiv nutzen.

Am besten kombinierst du ihn mit dem Stecken bringen. So kann sich der Hund gleichzeitig auspowern und du trainierst beim Werfen auch deine Beweglichkeit. Wirf den Stecken und führe den Hampelmann so lange aus, bis dein Hund dir den Stecken gebracht hat. Wenn du willst, kannst du auch ein kleine Spiel daraus machen und dir vorab eine bestimmte Anzahl als Ziel setzen, welche du erreichen musst, bevor dein Vierbeiner wieder da ist.

Tipps zur korrekten Ausführung des Hampelmanns: Eigentlich kannst du beim Hampelmann gar nicht so viel falsch machen. Behalte eine aufrechte Körperhaltung während der gesamten Übung und achte auf ein harmonisches Zusammenspiel deiner Beine und Arme.

5. Sprinteinheiten & Wettrennen

Bring Schwung in die tägliche Routine und führe kurze Sprints beim Gassi gehen ein. Berücksichtige dabei unbedingt den Gesundheitszustand deines Hundes und passe dein Tempo an. Sprinteinheiten aktivieren deinen gesamten Körper und können dir beim Abnehmen helfen. Beim Sprinten werden bestimmte Muskelfasern aktiviert, welche auch beim Kraftsport gebraucht werden. Ebenso verhilft es auch zu einem klaren Geist und baut Stress ab. Wenn es möglich ist, kannst du auch kleine Wettrennen mit deinem Vierbeiner durchführen.

Gemeinsam mit dem Hund macht das Training einfach mehr Spaß! Probiere diese Übungen doch mal aus und baue sie in deinen Alltag mit dem Vierbeiner ein. Natürlich können diese Einheiten kein professionelles Training ersetzen. Aber eines ist sicher – der Spaß geht dabei nicht verloren.

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